Wie geht Produktentwicklung für das Internet der Dinge? Teil 1

by Sibylle Stromeyer
Tags: IoT , Digital Transformation

Produktentwicklung für das Internet der Dinge muss zielgerichtet und systematisch erfolgen. Wie das geht, erfahren Sie von uns innerhalb von einer Stunde: In unserem kostenlosen Innovationsworkshop zeigen wir Ihnen, wie Smart Engineering funktioniert und wie Sie es nutzen können.

Geschätzte Lesedauer: 5 Minuten

Eine Kuh Die Idee ist gut - aber wie kriegen wir das Ding zum Fliegen? (Photo by Ryan Song on Unsplash)

Nichts spricht gegen spontane Einfälle. Es ist nur der falsche Weg für die Entwicklung unachhaltiger und innovativer Lösungen. Im Internet der Dinge (IoT) gilt es zielgerichtet und systematisch Produktentwicklung zu betreiben. Dieses Vorgehen bringt eine bessere Trefferquote und ist wesentlich effizienter. Es zahlt sich zudem durch einen schnellen Markteintritt (time to market) aus.

«Menschen wollen keine Produkte. Sie wollen, dass Jobs für sie erledigt werden.»

Mit den Möglichkeiten der Sensortechnologie lassen sich einfach Aufgaben organisieren und erledigen. Das trifft den Nerv der Zeit: Menschen wollen keine Produkte – sie wollen, dass Jobs für sie erledigt werden.

Allerdings vergisst man dabei schnell, dass es neben den funktionalen Jobs mehr und mehr um emotionale Werte geht. Kunden urteilen aufgrund ihres persönlichen Wertempfindens, das sie unbewusst oder bewusst anwenden. Weiss man erst einmal, welche Aufgaben erledigt werden sollen, eröffnen sich ganz neue Perspektiven für geniale Ideen, die genau auf dieses Werteempfinden eingehen können.

Es ist wichtig, dass wir das emotionale Potenzial der Kernidee frühzeitig erkennen und es mit passenden Technologien zusammenbringen, um gezielt den Nutzen darauf aufzubauen. Dazu eignet sich eine Methodik ganz besonders: «Jobs to be done».

«Jobs to be done»: Wenn Produkte Aufträge erledigen

Es gibt sicher an die 120 Innovationsmethoden, die je nach Zielsetzung angewendet werden können. Im Laufe der Jahre haben sich in der Praxis Mischformen entwickelt, die unserer Meinung nach mit vergleichsweise überschaubarem Aufwand sehr gute und schnelle Ergebnisse liefern.

Der Stratege Anthony (Tony) W. Ulwick hat ein Framework entwickelt, das er «Jobs to be done» nennt. Dabei wird ein Produkt beauftragt, einen Job für mich zu erledigen.

Ein Beispiel: Der Job heisst «über grössere Distanz kommunizieren». Dieser Job wird ausgeführt mit Hilfe von Messenger, Chatbots, WhatsApp, Telefon oder früher per Brief oder Fax. (Fax! Das waren noch Zeiten!)

Das Beispiel zeigt, dass ein Job lösungsneutral sein kann und deshalb über lange Zeit unverändert bleibt. Ein Job entspricht einem funktionalen Bedürfnis, das der Nutzer erfüllt haben möchte. Auf welche Art dieses Bedürfnis erfüllt wird, ist abhängig vom technologischen Wandel.

Emotionales Verständnis als Schlüssel für gelungene Produktentwicklung

Das Internet der Dinge ist ein technologischer Wandel, der alle Märkte betrifft. Anwendungen im Internet der Dinge benötigen einen neuen Ansatz. Wir verstehen das Alte, das Bewährte, das, was wir kennen - aber was ausserhalb unserer eingeschränkten Sicht existiert, verstehen wir oftmals nicht. Der Weg dorthin führt über das emotionale Verständnis.

Voraussetzung dafür ist die intensive Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen, Erwartungen und Akzeptanzkriterien der Menschen, welche beispielsweise digitalisierte Produkte nutzen - stets im Kontext des Produkts. Dieses soll neben der rein funktionalen auch die emotionale Ebene ansprechen.

Mit dem Jobs-to-be-done-Ansatz können wir uns optimal auf einen technologischen Wandel ausrichten. Die Methode ist geradezu genial, denn mit der Digitalisierung von physischen Produkten, die sensorbasierte Technologien nutzen, können wir endlich Produkte gestalten, die uns Arbeit abnehmen oder diese erleichtern.

Kennen Sie den emotionalen Nutzwert Ihres Produkts?

In der Praxis kombinieren wir diesen Ansatz mit einem Outcome-Driven-Konzept. Dieser Ansatz wird in der IT beispielsweise bei der Beschreibung von Anwendungsfällen wie Use Cases oder Prozessen verwendet. Das Ergebnis ist eine klare Aussage zum unverwechselbaren emotionalen Nutzwert, den der Kunde bekommt, wenn er Ihr Produkt benutzt. Sie bekommen wichtige Hinweise darauf, wie Sie Ihre Idee weiterentwickeln können ob sich das lohnt.

Der Innovations-Workshop by BeCompany: Produktentwicklung für das Internet der Dinge

Für Product Manager, Business Development Manager, Start Ups und andere Interessierte bieten wir kostenlos einen einstündigen Innovations-Workshop im Bereich Produktestrategie bzw. Produktentwicklung für das Internet der Dinge an. Sie bringen Ihre Idee mit, und wir schauen, was wir daraus machen können. Sie können eine bestehende Idee prüfen, sich neuen Input dazu holen oder auch Anregungen für Ideen überhaupt erhalten.

Im Workshop stellen wir Ihnen unser Expertenwissen und unsere Erfahrung in der Anwendung von Smart Engineering zur Verfügung. Gemeinsam suchen wir nach einer Lösung, die auch Emotionen weckt. Und das geht so:

  1. Sie stellen Ihre Firma, Ihr Produkt oder Ihre Idee vor (15 Minuten Pitch).
  2. Wir stellen während 15 Minuten Fragen dazu.
  3. Wir mappen die Idee gemeinsam in das Werte-Framework, bewerten das Resultat und definieren einen Ansatz für das weitere Vorgehen.

Am Ende des Workshops haben Sie

  • einen Use Case
  • eine Kernaussage mit Kernwerten
  • einen Ansatz für das weitere Vorgehen

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für Ihren Workshop! Sibylle Stromeyer freut sich auf Ihre Mail oder Ihren Anruf und beantwortet gerne Ihre Fragen: sibylle.stromeyer(at)becompany.ch

Fortsetzung folgt: «Johanna und die Waschmaschine». Anhand eines konkreten Use Cases zeigen wir Ihnen, wie ein Beispiel aus dem Alltag umgesetzt werden kann.

Mehr dazu

What is Jobs to be done? (Video, 4.40 min.)

Wir sind BeCompany

Wir entwickeln individuelle Internet-of-Things-Projekte für Kunden aus allen Branchen – unglaublich schnell und flexibel. Wir helfen Ihnen, Ihr Produkt durch Vernetzung von Menschen, Prozessen, Daten und Dingen mit einer neuen Welt zu verbinden. Dabei setzen wir auf Cutting-Edge-Technologien, fundierte Methoden, langjährige Branchenkenntnisse und gesunden Menschenverstand.