Warum Unternehmen jetzt eine IoT-Strategie benötigen

by Sibylle Stromeyer
Tags: Connected Devices , IoT , Digitalisierung , Digital Transformation

Das Thema Internet der Dinge nimmt zunehmend an Fahrt auf. In den vergangenen Wochen gab es gleich mehrere Ereignisse, die das dokumentieren. Damit ist der Zeitpunkt gekommen, um sich dem Thema strategisch zu nähern.

Schachbrett mit Figuren auf Tablet-Computer Foto von Skitterphoto via Pexels

Microsoft hat sein Engagement im Bereich des Internet of Things (IoT, auch Internet der Dinge genannt) in den vergangenen Jahren sukzessive ausgebaut. Eine spezielle Windows-Version soll Mikrocontroller antreiben und die hauseigene Cloud-Plattform Azure Sphere ist für die einfache Vernetzung gedacht. Einen vorläufigen Höhepunkt bildet die Übernahme des Unternehmens Express Logic durch Microsoft. Die bisher eher nur Insidern bekannte Firma hat ein Echtzeitbetriebssystem für kleine Geräte entwickelt, das in den vergangenen Jahren in über 6 Milliarden Devices verbaut worden ist.

Versicherungswirtschaft als Beispiel für den Wandel durch IoT

Versicherungen haben bei nicht wenigen Konsumenten den Status eines notwendigen Übels und Versicherungsgesellschaft gelten gemeinhin nicht als besonders innovativ. Durch das IoT zeigt sich aber auch hier ein Wandel. Die Analysten von Berg Insight gaben etwa bekannt, dass im Jahr 2018 in Nordamerika und Europa mehr als 20 Millionen Telematik-Policen aktiv sind. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Steigerung von 36 Prozent. Und ohne die Sensoren und Aktoren in den Fahrzeugen, sind solche Policen nicht denkbar.

Dazu passt, dass Tesla-Gründer Elon Musk während der Präsentation der Quartalszahlen seines Unternehmens angekündigt hat, den Käufern eines Tesla eine maßgeschneiderte Versicherung in Eigenregie anbieten zu wollen.

Das Produkt “Zurich Smart Home” der Versicherungsgesellschaft Zurich kombiniert eine klassische Hausratversicherung mit IoT-Komponenten und Serviceangeboten.

Zugleich wachsen die Gefahren in einer Welt, in der immer mehr Dinge miteinander vernetzt werden. Das Sicherheitsunternehmen Kaspersky will herausgefunden haben, dass jedes zweite IoT-Gerät Opfer einer Cyberattacke geworden ist.

Es geht um Technologie und den Kundenzugang

Die Entwicklungen in der Versicherungsbranche zeigen eindrucksvoll, dass das Internet der Dinge nicht nur eine Erscheinung der herstellenden Industrie ist. Ihre disruptive Wirkung werden die vernetzten Mikrocontroller auch in ganz anderen Branchen entfalten und neue Geschäftsmodelle und Möglichkeiten etablieren.

IoT-Sensoren in unseren Fahrzeugen bilden die Grundlage für individuelle Tarife in der Versicherungswirtschaft. Dahinter steckt der Gedanke des “Pay per Use”. Der Kunde erhält abgestimmt auf sein Fahrverhalten und seine Kilometerleistung ein persönliches Angebot. Vielleicht schließt er in Zukunft die Versicherung nur für die Dauer der Nutzung des Fahrzeugs ab. Die Aufbereitung der Daten und Informationen ist Frage der Technik und Schnittstellen.

Die Ankündigung von Tesla zeigt auf der anderen Seite, dass IoT-Projekte die Basis für einen direkten Kundenkontakt bilden können. Findige Start-ups können neue Lösungen entwickeln, die sich unmittelbar an den Kunden wenden und einen Vermittler überflüssig machen. So, wie es Tesla mit einer eigenen Versicherung tun wird.

Das Internet der Dinge erfordert eine eigene Strategie

Telematik-Tarife in der Versicherungswirtschaft eignen sich auch als Beispiel dazu, grundlegende Herausforderungen an die IT-Architektur eines Unternehmens zu formulieren. Sensoren im Auto oder im Smart Home erzeugen sekündlich riesige Datenmengen. Daten und Informationen, die verarbeitet und ausgewertet werden müssen. Dazu bedarf es nicht nur passender Kapazitäten, sondern vor allen Dingen auch Schnittstellen. Und die müssen nicht selten in einer über die Jahre gewachsenen IT-Landschaft erst geschaffen werden.

Unternehmen, die am Ende nicht am Rand des Spielfelds stehen wollen, um neue Player dabei zu beobachten, wie diese Geschäftsmodelle und Kundenbeziehungen mithilfe des IoT etablieren, beginnen am besten jetzt, eine eigene Strategie und Vision zu entwickeln. Darauf aufbauend können erforderliche Schnittstellen definiert und Prozesse optimiert werden.

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